Wallbox
Kosten
& Förderung

Die staatliche Förderung der Wallbox

Über die staatliche KfW-Bank kann seit dem 24. März 2020 ein staatlicher Zuschuss zur privaten Ladestation von 900 EUR pro Ladepunkt in Anspruch genommen werden. Der Zuschuss wird allerdings unter bestimmten Voraussetzungen gewährt. So muss der Betrieb der Ladestation mit 100 % Ökostrom erfolgen und die maximale Ladeleistung ist auf 11 KW begrenzt. Unter Umständen gibt es weitere Zuschüsse auf Gemeinde- oder Landesebene. Viele dieser Zuschüsse sind an die Stromabnahme eines bestimmten Energieversorgers gebunden. Das kann dazu führen, dass man in einen deutlich verteuern Stromtarif wechseln muss. Was die Förderprogramme der Länder angeht, so bieten zurzeit etwa Bayern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen eigene, zusätzliche Förderbeträge. Bei den fördernden Kommunen und Gemeinden sind Städte wie Aachen, Düsseldorf, Darmstadt Frankfurt am Main und viele andere vertreten.
Solarenergie KFW Förderung

Kostenrahmen bei Wallboxen

Die Kostenrahmen für eine Wallbox hängen maßgeblich von deren Leistung und dem damit erforderlichen Installationsaufwand ab. Das typische ECO-Modell ist bereits ab einem Preis von etwa 500 EUR zu haben. Anders dimensionierte Wandladestationen können mehrere 1000 EUR kosten. Hinzuzurechnen sind die Montagekosten, die je nach Anbieter und dem erforderlichen Aufwand zwischen 100 und 2000 EUR liegen können. Die Kosten hängen auch davon ab, wie weit entfernt die Wallbox vom Sicherungskasten ist. Hier kommen verschiedene Wand- und Deckendurchbrüche ins Spiel. Auch die Länge des passenden Kabels ist entscheidend. Die größeren Anbieter von Wallboxen bieten in der Regel auch einen Installations- und Wartungsservice an.

Rechtliche Fragen zur Wallbox - wie ist die Situation im Mehrfamilienhaus/in der Mehrfamiliengarage?

Wie wir bereits gesehen haben, sind bei manchen Wallboxen Anmelde-/ Genehmigungspflichten zu beachten. Im Mehrfamilienhaus/in der Mehrfamiliengarage treten weitere rechtliche Fragen auf. Das Wohnungs­eigentums­modernisierungs­gesetz (WEMoG), das seit dem 1. Dezember 2020 gilt, macht es Eigentümern und Mietern einfacher, am Stellplatz in der Garage oder auf dem Grundstück eine Ladestation zu installieren. Beispielsweise ist es auf Grundlage dieses Gesetzes einfacher, bauliche Veränderungen vorzunehmen. Während früher die Zustimmung aller Eigentümer in einer Anlage mit mehreren Eigentums­einheiten notwendig war, ist das jetzt nicht mehr der Fall. Zum Ausbau der Elektro­mobilität können Wohnungs­eigentümer grundsätzlich verlangen, dass die anderen Miteigentümer einen Einbau einer Lademöglichkeit für Elektroautos gestatten. Dazu muss ein Antrag in einer bestimmten Frist vor der nächsten Eigentümer­versammlung bei den Miteigentümern eingehen. Meist beträgt die Frist dabei 4 Wochen. Auch Mieter haben einen Anspruch darauf, dass der Vermieter den Einbau einer Elektroladestation mit begleitenden Baumaßnahmen auf Kosten des Mieters gestattet. Hier sind Sie in einem Mietshaus an keine Fristen gebunden.


Rechtliche und technische Fragen zur Nutzung einer Wallbox durch mehrere Parteien (Sharing-Modelle) sind noch nicht ausgereift Nummer. Es arbeiten aber verschiedene Autohersteller und Stromanbieter an entsprechenden Modellen, bei denen eine Partei die Wallbox während der Zeit der Nichtnutzung an andere E-Auto Besitzer vermietet.

Was unterscheidet eine mobile Ladestation von einer Wallbox?

Mobile Ladestationen werden nicht fest an einer Wand oder Garagenwand installiert. Sie können mobil an jede normale Haushalts- oder Industriesteckdose angeschlossen werden. Dabei erreichen sie teilweise Ladeleistungen von bis zu 22 KW. Man kann an einer mobilen Ladestation in der Regel einstellen, welche Stromleistung man maximal beziehen möchte. Die mobilen Stationen können auch im Fahrzeug selbst mitgeführt werden. Manche Wallboxen lassen sich abnehmen und in eine mobile Ladestation umwandeln. Gesteuert werden sie regemäßig über das Smartphone. Neben einem wesentlich erhöhten Anschaffungspreis Preis gegenüber der Wallboxen erhöhen sich bei den mobilen Boxen auch die Aufwendungen für den Diebstahlschutz, das Anschließen des Gerätes und das Verstauen nach Gebrauch. Für das bequeme, zum Alltag gehörende Laden des E-Auto zu Hause sind mobile Ladestation deshalb weniger geeignet.

Die Stecker- & Ladekabelwahl

Elektroautos können je nach Herkunft mit verschiedenen Steckern versehen sein. Während in Europa aktuell der Typ 2 verbreitet ist, haben Modelle aus Fernost oder den USA häufig den Typ 1. Es kann deshalb empfehlenswert sein, die Wallbox nicht mit einem fest montierten Ladekabel eines bestimmten Typs zu versehen. Entscheidet man sich hier für eine Wandladestation mit einer Steckerbuchse, lassen sich über Adapter verschiedene Stecker verbinden.

Anbieter von Wallboxen

Das Angebot an Wallboxen ist inzwischen groß. Man bekommt beispielsweise eine Wallbox von Autoherstellern, von Stromanbietern, von Fachfirmen für Energieanlagen, im Versandhandel und im Handel für Elektrozubehör. Unbedingt darauf zu achten ist, dass die Wallbox kompatibel mit einem der gängigen Steckertypen Typ 1 oder Typ 2 ist. Auch unterscheiden sich die Anbieter in den Serviceangeboten, die zusätzlich zur Wallbox in Anspruch genommen werden können. Gerade Fachfirmen für Energieanlagen, Stromanbieter und Autohersteller bieten in der Regel auch Montage-und Wartungsleistungen an. Wer Energieanlagen wie Solaranlagen anbietet, kennt sich häufig auch besonders gut mit der Installation, der Dimensionierung und den baulichen Voraussetzungen einer Wallbox aus. Hier stimmt die Beratung.

Die Bedienung einer Wallbox

Über ein kleines Display direkt an der Ladestation kann die Wallbox gesteuert werden. Gängig ist aber auch das Steuern über einen Laptop, ein Tablet oder das Smartphone. Eine passende App erleichtert den Abruf von verschiedenen Funktionen und die Steuerung allgemein.