Solarstrom: Wie produziere ich ihn und wann lohnt er sich?

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Die meisten Menschen wissen, dass selbstproduzierter Strom mit Hilfe der Sonne lohnenswert sein kann – aber wie genau sieht das für Sie aus? Wie genau dieser Strom produziert wird, was Sie dabei beachten müssen und vieles mehr, erfahren Sie in unserem kurzen Ratgeber von ADLER Solar, Ihrem Solar-Experten!

Die Ökonomie des Solarstroms

Strom, den Sie durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach selbst erzeugen, ist zunächst kostenlos. Die Sonne ist großzügig und verlangt für ihre Arbeit keinen Cent. Ihr Licht wandeln die einzelnen Zellen in den Solarpanels in elektrische Energie um, die Sie für die verschiedensten Dinge nutzen können. Allerdings existieren Anschaffungs- und Wartungskosten. Rechnen wir alle Positionen gegeneinander auf, werden Sie mit Kosten zwischen zehn und vierzehn Cent pro erzeugter Kilowattstunde Strom rechnen können. Das ist immer noch deutlich weniger als der aktuelle Strompreis hierzulande, der etwa drei Mal so hoch liegt.

Solarstrom Ökonomie

Die Investition in Photovoltaik lohnt sich jedoch auch aus anderen Gründen:

  • Innerhalb der letzten 15 Jahre ist der Preis für komplette Photovoltaikanlagen um etwa 75 % gesunken. Was damals ein Werkzeug war, das man sich nur mit hohem Einkommen leisten konnte, ist heute auch für Normalverdiener in Reichweite.
  • Es dauert nach aktuellen Maßstäben zwischen acht und maximal zwölf Jahren, bis sich die entrichteten Kosten (für Anschaffung, Betrieb, Wartung und so weiter) wieder eingespielt haben. Danach erzielen Sie durch das EEG und die Einsparungen Ihrer Kosten sogar Gewinn.

Dieses Erneuerbare-Energien-Gesetz macht es möglich, Strom zurück ins öffentliche Stromnetz zu speisen. Dafür werden Sie vergütet und erhalten über die nächsten 20 Jahre einen Festpreis

Solarstrom Flachdach gross
Solarstrom EEG

Das EEG im Überblick

Solarstrom ist praktisch, aber normalerweise können Sie ihn nicht zu 100 % selbst verbrauchen. Daher existiert das erwähnte Erneuerbare-Energien-Gesetz: Sie speisen damit, wie bereits erwähnt, Strom zurück ins Netz und stellen ihn damit als grüne Energie der Allgemeinheit zur Verfügung. Die geplante Preisregression bedeutet, dass die Kosten pro Kilowattstunde Strom von Quartal zu Quartal sinken. Je später Sie einsteigen, desto weniger Geld erhalten Sie also zurück. Im Januar 2021 bekommen Sie beispielsweise 8,16 Cent pro Kilowattstunde gutgeschrieben. Steigen Sie jetzt ein, bleibt dieser Preis über die nächsten 20 Jahre festgesetzt.

Noch sehr viel mehr Gewinn erzielen Sie allerdings durch einen konsequenten Eigenverbrauch. Wir erinnern uns: Solarstrom kostet Sie selbst zwischen zehn und vierzehn Cent pro Kilowattstunde. Der deutsche Endverbraucher zahlt im Moment jedoch im Durchschnitt 31 Cent pro Kilowattstunde. Mit jeder selbst verbrauchten Kilowattstunde gewinnen Sie somit 15 bis 21 Cent.

Verwenden Sie Solarstrom, profitieren Sie somit gleich an zwei Fronten:

  • Sie sind vollständig “grün” und wissen genau, dass Ihr verbrauchter Strom keine direkten Umweltbelastungen verursacht.
  • Sie zahlen nicht die in Deutschland sehr hohen Abgaben, Steuern und Entgelte auf den Strom, der aus dem Netz kommt.

Darüber hinaus genießen Sie mit Solarstrom in dieser Hinsicht Zukunftssicherheit. Denn: Die Kosten für den selbstproduzierten Strom werden sich nicht ändern, da die Sonne weiterhin kostenlos scheinen wird. Selbst bei einer (völlig unrealistischen) Halbierung der aktuellen Strompreise aus dem öffentlichen Netz würden Sie noch immer besser dastehen. Solarstrom ist damit keine unsichere Angelegenheit, sondern wird im privaten Rahmen weiterhin die absolut günstigste Option bleiben, um Strom zu produzieren.

Solarstrom Kreislauf

Eigenbedarf mit Solarstrom decken - nur teilweise oder komplett?

Es wäre zwar eine schöne Vorstellung, sich von allen Institutionen und Unternehmen zu trennen und stattdessen komplett selbst zu produzieren. Im Alltag ist diese Vorstellung allerdings (noch) nicht umsetzbar. Dafür sind im Wesentlichen zwei Faktoren verantwortlich:

  • Es wäre zwar eine schöne Vorstellung, sich von allen Institutionen und Unternehmen zu trennen und stattdessen komplett selbst zu produzieren. Im Alltag ist diese Vorstellung allerdings (noch) nicht umsetzbar. Dafür sind im Wesentlichen zwei Faktoren verantwortlich:
  • Auch ein komplett mit Solarpanels ausgestattetes Dach kann den Strombedarf einer durchschnittlichen Familie nicht zu 100 % decken. Mit neuen Technologien in der Zukunft könnte sich dies ändern.
Solarstrom Fragen

Heute ist es allein mit einer PV-Anlage ein gutes Ziel, von einem Verbrauch von etwa 30% auszugehen. Ein Drittel Ihres alltäglichen Verbrauchs können Sie also unter normalen Umständen mit Solarstrom abdecken. Der Rest wird auch in Zukunft vom Versorger aus öffentlicher Hand kommen.

Deutlich erhöhen können Sie diesen Wert, wenn Sie zusätzlich einen Batteriespeicher wählen und den tagsüber produzierten und nicht verwendeten Strom einfach in Ihrer Batterie speichern und dann verbrauchen, wenn Sie zu Hause sind und diesen benötigen.

Erhöhung des Eigenverbrauchs durch Batteriespeicher

Um den Eigenverbrauch zu erhöhen, stehen zwei Optionen zur Verfügung. Zunächst existieren Energiemanager für Photovoltaikanlagen. Diese analysieren Ihren Stromverbrauch und passen diesen an die Menge des erzeugten Stroms an. Auf diese Weise lässt sich der Eigenverbrauch um einige Prozentpunkte erhöhen, am Ende stehen Sie mit etwa 35% da.

Wesentlich effektiver ist hingegen die Installation eines Batteriespeichers. Dabei handelt es sich prinzipiell “nur” um einen großen Akku, der sehr viel Strom vorhält. Dies ist aufgrund der menschlichen Lebensweise auch sinnvoll: Mittags sind die meisten Menschen nicht zu Hause, sondern arbeiten. Gerade dann ist jedoch die Ausbeute der PV-Anlage oft am höchsten. Der Batteriespeicher macht es möglich, die dann erzeugte Energie abends zur Verfügung zu stellen.

Durch die Montage eines solchen Speichers wächst der Nutzungsgrad auf einen Wert zwischen 60 und 75 % und verdreifacht sich so im besten Fall. Einen kleinen Restanteil des benötigten Stroms erhalten Sie noch immer von anderen Dienstleistern, aber einen Großteil erzeugen Sie komplett selbst.

Photovoltaikanlage mieten - gute Idee oder nicht?

Seit einem guten Jahrzehnt haben Sie in Deutschland die Möglichkeit, Solaranlagen für das Dach auch zu mieten. Aus diversen Gründen wirkt dies auf den ersten Blick wie ein recht gutes Angebot:

  • Die Anlage gehört Ihnen zwar nicht, aber Sie sind Ihr Betreiber. Sie können also Strom via EEG einspeisen und bekommen trotzdem die Vergütung.
  • Finanzierung, Komponenten, Installation, Anmeldungen, Formulare: Alles übernimmt der Anbieter der PV-Anlage. Das heißt, dass Ihr Aufwand beträchtlich sinkt.

Wie das allerdings bei Mieten meist der Fall ist, will der Anbieter für den gebrachten Aufwand und die Vorausleistung auch bezahlt werden. Rechnen wir also die Kosten für die Miete gegen die Kosten für den Eigenkauf, erhöht sich der Preis. Am Ende kostet Sie die Photovoltaikanlage über einen Zeitraum von zwanzig Jahren deutlich mehr, wenn Sie mieten!

Heutzutage sind die Zinsen der Banken sehr günstig und zudem finanzieren die Banken Photovoltaikanlagen mit einem Batteriespeicher sehr gerne und häufig Problemlos. Die Anlage gehört von Tag eins an Ihnen und Sie sparen über die Laufzeit deutlich an Kosten ein.
In welcher Höhe genau, zeigen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch auf!

Ist Solarstrom wirklich zu 100 % ökologisch?

Der Strom, der von der Sonne kommt, ist tatsächlich “sauber”. Auf die Verbrennungsreaktionen innerhalb der Sonne haben wir keinen Einfluss. Allerdings ist die Herstellung von Solarpanels nicht komplett umweltfreundlich möglich, denn aus Holz und guten Vorsätzen lassen Sie sich leider nicht fertigen.

Das moderne Solarpanel besteht aus Glasscheiben und einer Folie, auf der sich die Solarzellen befinden. Zusätzlich befinden sich darin Silberdrähte, über die die erzeugten Elektronen fließen. Auf der Rückseite des Panels befinden sich wiederum Anschlussdosen, die aus Kunststoff oder Aluminium bestehen. Es kommen letztendlich also einige unterschiedliche Werkstoffe zum Einsatz, die mithilfe chemischer Prozesse herstellt werden und damit zwangsläufig nicht komplett “grün” sind.

Immerhin: Heute werden etwa 90 % aller Solarmodule aus Silizium gefertigt. Dieses Material ist praktisch unerschöpflich auf der Erde vorhanden und bedeckt den gesamten Erdball (unter anderem im Sand). Hauptfertiger ist China, die Maschinen dafür stammen oft aus Deutschland. Auch hierzulande werden in Eigenregie Solarmodule produziert. Wenn Sie danach suchen, können Sie sogar komplett “Made in Germany” kaufen. Interesse? Sprechen Sie uns an!

Solarenergie EFH Aufdach
Photovoltaikanlage Messung

Ökologisches zum Solarpanel

Die Produktion von Solarpanels ist somit an einen recht hohen Energieaufwand gebunden. Allerdings konnte die Zeit, die benötigt wird, damit ein Panel die zur eigenen Erzeugung notwendige Energie selbst produziert, in den letzten Jahren drastisch reduziert werden. Panels, die in Südeuropa genutzt werden (wo es sonniger ist als hier im Norden), sind nach einer Studie der Internationalen Energieagentur schon nach zwei Jahren im “grünen Bereich”. Dann haben sie mehr Energie produziert als für die Herstellung benötigt wurde.

Sie können davon ausgehen, dass die rasanten Fortschritte auf dem Gebiet diese Zeit noch deutlich reduzieren werden. Gerechnet auf eine Betriebsdauer von mindestens 25 Jahren werden Sie in jedem Fall auch heute schon der Umwelt mehr Gutes als Schlechtes tun.

Recycling als weiterer Werttreiber

Der ökologisch und ökonomisch hohe Wert von Solarpanels und damit Solarstrom steigt auch nach ihrer Nutzungsdauer weiter an. Hersteller und Importeure dieser Komponenten müssen diese nach Ablauf der Lebensdauer zurücknehmen, dafür sorgt hierzulande das Elektro- und Elektronikgerätegesetz.

Im besagten Gesetz ist festgelegt, dass mindestens 80 % aller Materialien im Gerät – in diesem Fall also: im Solarpanel – recycelbar sein müssen. In der Realität ist dieser Wert sogar höher, Hersteller schaffen heute etwa 95 %. Da Edelmetalle und Silizium auch in anderen Industrien von hohem Wert sind – etwa bei Halbleitern – werden die meisten Stoffe nach dem Einsatz im Solarpanel anderswo genutzt.

Handelt es sich um Dünnschichtmodule, steigt der Grad des Recyclings auf fast 100 %.

Verschiedene Varianten der Solarzellen

Photovoltaikanlagen kommen heute in drei großen Gruppen auf den Markt: polykristalline Solarzellen, monokristalline Solarzellen und die soeben bereits genannten Dünnschichtzellen. Sie bringen alle unterschiedliche Vor- und Nachteile mit, weshalb sie alle am Markt erhalten bleiben.

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Unterschiedliche Verfahren im Überblick

Wir erinnern uns: Solarzellen werden aus Silizium gefertigt. Es wird für polykristalline Solarzellen zuerst geschmolzen und anschließend in große Blöcke gegossen. Danach erstarrt es und wird anschließend in Scheiben gesägt, die mit einer Schicht aus einem antireflexiven Material belegt werden. Bei diesem Herstellungsverfahren bleibt es nicht aus, dass die einzelnen Siliziumkristalle sich unterschiedliche ausrichten. Dies reduziert den Wirkungsgrad. Durch die einfache Fertigung lassen sich jedoch günstige Herstellungskosten umsetzen, was letztendlich auch in preiswerteren Solarmodulen resultiert.

Möchten Sie dies nicht, können Sie Solarstrom auch mit monokristallinnen Zellen gewinnen. Als Ausgangspunkt dient nur ein einziger Siliziumkristall, wodurch die soeben beschriebenen, unterschiedlich ausgerichteten Kristalle wegfallen. Ansonsten findet auch hier das Zersägen und die Beschichtung mit einer Antireflexionsschicht statt. Der Monokristall vermeidet Verluste, weshalb der Wirkungsgrad anwächst. Er ist höher als beim polykristallinen Verfahren, allerdings ist die Fertigung recht komplex. Damit steigt der Aufwand und die Kosten für das Solarpanel wachsen ebenfalls.

Die letzte Option ist die im vorherigen Abschnitt bereits erwähnte Dünnschichtzelle. Hierbei kommen keine Siliziumkristalle in der erwähnten Fertigung zum Einsatz. Stattdessen nimmt der Hersteller ein dünnes Trägermaterial, das mit Halbleiterstoffen beschichtet wird. Aus diesem Grund brauchen die Dünnschichtmodule sehr wenige Rohstoffe (was den hohen Grad der Recycelbarkeit erklärt). Aber: Der Wirkungsgrad fällt geringer aus. Die Herstellungskosten sind gering, der Einkauf fällt somit vertretbar aus.

Eine beste Methode gibt es nicht

Solarpanels für Ihren Solarstrom existieren somit nicht in einer “besten Variante”. Sie müssen selbst die richtige Entscheidung treffen und Ihre Prioritäten kennen. Was ist Ihnen wichtiger: hoher Wirkungsgrad, niedriger Preis, Recycelbarkeit, Temperaturbeständigkeit – oder vielleicht sogar die Farbe? Wählen Sie selbst aus, was zählt und entscheiden Sie anschließend in Ruhe. Wir stehen Ihnen natürlich dabei zur Seite und beraten Sie gerne und kompetent!

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Fazit: Solarstrom bleibt eine sinnvolle Investition

Auch über die nächsten Jahrzehnte wird Solarstrom eine gute Möglichkeit bleiben, um kostengünstig und umweltschonend selbst Strom zu produzieren. Die vielen verschiedenen Möglichkeiten durch die Förderung von Bund und Ländern rückt die Solarpanels mitsamt Batterien auch in Reichweite aller Haushalte in Deutschland. Das Team von ADLER Solar beraten Sie gerne und im Vorfeld umfassend – denn viele individuelle Faktoren bestimmen, in welcher Höhe sich Solarstrom für Sie lohnt!

Heute sollten Sie allerdings nicht mehr ohne Batterie planen. Die zusätzliche Nutzung von eigenproduziertem Solarstrom fällt derart eklatant aus, dass nur in Sonderfällen von der Nutzung einer Batterie abzuraten ist. Im Regelfall lohnt sich die Nutzung immer – und einige Bundesländer, wie etwa Niedersachsen, unterstützen die Anschaffung eines Batteriespeichers auch finanziell. Durch den hohen Grad der Recycelbarkeit müssen Sie sich zu guter Letzt auch aus Sicht der Umwelt keine Gedanken über Solarstrom machen.